Nominierungen 2022

Johannes Th. Eschen-Preis 2022: Sieben Arbeiten nominiert

Neu: Internationale Kooperation

Seit Juli 2022 stehen sie fest: Sieben Abschlussarbeiten von Absolventen deutschsprachiger Musiktherapie-Ausbildungen wurden von einer internationalen Jury für den Johannes Th. Eschen-Preis nominiert – in alphabetischer Reihenfolge:

  • Joana Maria Aderi (Zürcher Hochschule der Künste in Kooperation mit der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik. MAS in Klinische Musiktherapie)

Fünf psychische Störungen musikalisch erforscht

Fünf klingende Portraits: www.stoerungsmusik.de

  • Miriam Adolf (Institut für Musiktherapie, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien)

Disruption           

Intersektionalität und Queer Theory als Perspektiven einer an sozialer Gerechtigkeit orientierten musiktherapeutischen Ausbildung und Praxis

  • Jasmin Andergassen (Zürcher Hochschule der Künste in Kooperation mit der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik. MAS in Klinische Musiktherapie)

Weibliche Identität und Sexualität

Ein musiktherapeutisches Angebot für Frauen

  • Melchior Brunner (Zürcher Hochschule der Künste in Kooperation mit der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik. MAS in Klinische Musiktherapie)

Musiktherapie in Hospiz- & Palliativ Care

Möglichkeiten und Bedingungen für Wandlung

  • Katharina Gatti (SRH Hochschule Heidelberg. Studiengang: MA Musiktherapie)

Klang(t)räume

App-gestütztes kollaboratives therapeutisches Songwriting mit Jugendlichen

  • Franziska Hüsers (Institut Musiktherapie, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien)

Sehnsuchtsort Musiktherapie – Vom langen Weg der emigrierten Wiener Musikerin Felice Wolmut zur Musiktherapeutin in den USA der 60er Jahre

  • Barbara Oplatka (Zürcher Hochschule der Künste in Kooperation mit der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik. MAS in Klinische Musiktherapie)

Kontakt – Begegnung – Beziehung mit Musik

Über die Bedeutung der Musik für die musiktherapeutische Beziehung

 

Bis zum Einsendeschluss Ende März 2022 gingen 24 Bewerbungen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden bei der Deutschen Musiktherapeutischen Gesellschaft ein. Im Juli 2022 wählte eine paritätisch besetzte Erstjury aus den drei deutschsprachigen Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz für die Shortlist sieben beste Arbeiten aus. Die Jury bewertete die Bewerbungen nach einem vorgegebenen Punktesystem bezüglich sechs Kriterien (Originalität, Form, Methodik, Inhalt, Generalisierbarkeit, persönlicher Faktor).

Sie beglückwünscht die ausgewählten Autor:innen aus verschiedenen musiktherapeutischen Studiengängen zu ihren Abschlussarbeiten und lobt insgesamt ausdrücklich die Themenvielfalt, die Originalität und das Niveau der eingegangenen Arbeiten. Auch die wissenschaftlich-methodischen Aspekte sowie die Abstracts erscheinen überwiegend als gelungen. Gleichzeitig merken die Juror:innen an, dass die wissenschaftliche Qualität mancher Einreichungen geschärft werden könnte. Die behandelten Themenschwerpunkte zeigen eine breite Fächerung. Beispielhaft sollen benannt werden: differenzierte musiktherapeutische Interventionen in verschiedenen Behandlungsfeldern, interkulturelle Themen, künstlerische Forschungsansätze, evidenzbasierte Praxis, Biografien bedeutender Persönlichkeiten der Musiktherapie.

Bis Mitte November 2022 wählt die wiederum international besetzte Hauptjury die endgültigen Preisträger:innen aus. Diese Hauptjury setzt sich in alphabetischer Reihenfolge zusammen aus: Dr. Thomas Bergmann (Berlin, D), Annegret Körber (Rostock, D), Prof. Dr. Werner Jauk (Graz, A) und MSc. Peter Schulthess (Zürich, CH).

Der Johannes Th. Eschen-Preis 2022 wird bei einer internationalen Veranstaltung in einem der drei beteiligten Länder vergeben.

Der Johannes Th. Eschen-Preis wird seit 2000 in zweijährigem Turnus ausgeschrieben. Bis 2020 wurde der Eschen-Preis von Volker Bernius und der Redaktion der Fachzeitschrift Musiktherapeutische Umschau im Auftrag der Deutschen Musiktherapeutischen Gesellschaft (DMtG) organisiert. Der Eschen-Preis will den wissenschaftlichen Nachwuchs der Musiktherapie fördern und auf beste Arbeiten aufmerksam machen. Mit dem 12. Durchgang wird er 2022 zum ersten Mal in Kooperation dreier deutschsprachiger Verbände durchgeführt: Deutsche Musiktherapeutische Gesellschaft (DMtG), Österreichischer Berufsverband der Musiktherapeut:innen (ÖBM) und Schweizerischer Fachverband für Musiktherapie (SFMT / ASMT).

Der Preis ist nach Professor Johannes Th. Eschen (1925 – 2013) benannt. Eschen war langjährig Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Musiktherapie (DGMT) und Leiter des Instituts für Musiktherapie an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg.

Volker Bernius

 

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